Vuka Vuka 17

„Die oftmals bei soge- oder selbsternannten „Management-Vordenkern“ zu lesende oder hörende Losung, in einer komplexen Vuka-Welt auf Pläne verzichten zu können, ist so absurd wie lächerlich: Fragen wir dazu militärische Führer oder auch Fußballtrainer.“

 

Das Wissen über Vuka-Welten

Es ist 2017! Silvester ist vorbei und Sie haben in der Nacht zum neuen Jahr vielleicht mitgeschunkelt: zum Beatles-Kracher: „We are living in a yellow submarine, yellow submarine, yellow submarine“.  Sie haben nun sicher sofort die Melodie im Kopf und sind in der Versuchung gleich wieder ein wenig mitzuschunkeln? Gut so!

Dann ersetzen Sie jetzt „Yellow Submarine“ mit „Vuka-Vuka-World“. Und nun haben Sie vielleicht einen Ohrwurm im Kopf: „We are living in a Vuka-Vuka-World, Vuka-Vuka-World, Vuka-Vuka-World“. Das ist noch besser so. Auch wenn der Begriff zumindest in der Fachliteratur immer wieder auftaucht, so ist er Ihnen vielleicht noch gar nicht so geläufig. Er ist jedoch nach meiner Überzeugung wirklich wichtig: Vuka. Mit und ohne Schunkeln.

Der Begriff „Vuca“ wurde erstmals in den 90er Jahren während des Irak-Krieges von der US -Army eingeführt. Vuca sollte in Kürzestform die Umgebungssituation beschreiben, in denen sich die Soldaten bald befinden würden: Eine militärische Lage, die sich auszeichnete durch Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity – kurz Vuca. Zu Deutsch Vuka. Aber diese eine militärische Lage hat sich ausgeweitet: zum einen auf mittlerweile nahezu alle militärischen Lagen und zum anderen auch auf unsere Wirtschaftswelt. Aus diesem Grund wurde der Vuka-Begriff schon vor einiger Zeit von der Wissenschaft in die Ökonomie übertragen. Mit oder ohne Wissenschaft kann dieser Begriff aber auch in unser aller Leben übertragen werden – darum ist es auch so wichtig, den Vuka-Begriff im Hinterkopf zu behalten. Warum? Lassen Sie uns Vuka einmal genauer betrachten und Buchstabe für Buchstabe durchgehen.

V – Das Navi durch die volatile Vuka-Welt

Wir leben in einer volatilen, also in einer unbeständigen, weil unglaublich dynamischen und somit in einer unberechenbaren und sich stets schnell weiterentwickelnden Welt. Wir haben dazu viele Fakten, also Wissen um diese Dynamik und Veränderung zur Verfügung. Wir müssen aber noch mehr Unwissen darüber, oder auch falsches „Wissen“ über diese unsere Welt hinnehmen – bewusst oder unbewusst. Das heißt: Wir leben in einer Welt, die wir zu großen Teilen uns selbst so geschaffen haben und die wir aufgrund der Veränderungsgeschwindigkeit nicht mehr beherrschen.

Wie zeigt sich dies in der Praxis?

Nehmen wir ein Beispiel aus Europa, das auch Österreich und Deutschland enorm beschäftigt, bewegt und nicht zuletzt politisch auch verändert hat: Der plötzliche massive Zustrom von Flüchtlingen. Hierbei ist das Wissen, dass eine Zunahme an Migrationsströmen stattfinden wird, schon lange vorhanden. Die Dramen, die sich schon seit Jahren im Mittelmeer ereignet haben, ließen sehr wohl erahnen, dass sich die Zustände verändern werden. Aber die 2015 und 2016 entstandene Dynamik hat sowohl Österreich, als auch Deutschland überrascht und vor massivste Probleme gestellt – weil man auf dieses Ausmaß in dieser Geschwindigkeit nicht vorbereitet war.

Hätte man diese plötzliche Veränderung vorhersehen können?

Nein, eben nicht in diesem Ausmaß.

Diese Frage kann grundsätzlich nur mit „nein“ beantwortet werden, denn hier handelt es sich um ein sogenanntes „Wicked Problem“ (Rittel/Webber 1973: Dilemmas in a General Theory of Planning). Das kann passender Weise mit einem „bösen Problem“ übersetzt werden, denn es ist nicht möglich ein derart komplexes Problem in seinen Wirkungen vorauszusehen und einen Plan dafür zu erstellen, wie nun dieses – am besten auch noch monokausal begründet – gelöst werden kann. Doch dazu noch mehr im übernächsten Abschnitt „K“.

Pläne sollen dabei helfen, am einfachsten und sichersten von A nach B zu kommen. Es ist dabei von nicht unwesentlicher Bedeutung, das Adjektiv „sicher“ miteinzubeziehen: Der zum Beispiel einfachste und schnellste Weg vom 23. Stockwerk eines Gebäudes ins Erdgeschoss ist schlichtweg der, vom Balkon nach unten zu springen; sicher ist dann nur, dass man sehr schnell ankommt. Aber so einfach ist das in einer volatilen Welt nicht.

Es braucht völlig neue Navigierungsmethoden, um von A weggeführt zu werden, weil das vielleicht sein muss oder weil man das möchte. Aber ob man nun bei B, also dem avisierten Ziel ankommt, das ist nicht so einfach zu sagen. Navigationssysteme in Autos versuchen, in die Pläne von A nach B zu kommen, alle möglichen Faktoren einzubeziehen: Baustellen, Staus, Tankstellen, Umleitungen – und wie wir wissen klappt es trotzdem oft nicht so wie geplant. Apropos Navigationssysteme und Volatilität: Die Navigationsgeräte haben innerhalb kürzester Zeit die Straßenkarten auf Papier abgelöst; ein frühes Paradebeispiel für die vielzitierte „Digitale Transformation“. Und die Navigationssysteme wiederum werden derzeit ersetzt durch Apps auf stets greifbaren und damit auch in Autos verfügbaren Smartphones…

Es ist und bleibt dynamisch und niemand kann vorhersagen, wie es in nächster, und zwar in allernächster Zukunft weitergeht. „Weiter“ bedeutet dabei nicht zwingend nach vorne, also Richtung Innovation. Es kann auch „zurück“ bedeuten.

Eine Frage an die Musikliebhaber im volatilen Zusammenhang: Hätten Sie mit dem Revival des Vinyls gerechnet? In 2006 wurde mit Vinyl-Platten ein Umsatz von sechs Millionen Euro erzielt. In 2016 hat sich diese Zahl trotz massenweiser Download-Möglichkeiten und den natürlich nach wie vor vorhandenen CDs fast verzehnfacht! Wie kann sich so etwas entwickeln und wer in aller volatilen Welt kann so eine plötzliche Rückwärtsrolle voraussehen?

 

U – Prognosen, Pläne und Potzblitz in der unsicheren Vuka-Welt

Wenn eine Welt als volatil bezeichnet werden kann, dann liegt es förmlich auf der Hand, dass sie auch unsicher ist. Das Gegenteil von „unsicher“ ist „sicher“. Würden wir eine Umfrage darüber durchführen, ob den Menschen mehr die Sicherheit oder eher die Unsicherheit gefällt: Das Ergebnis wäre sicher „sicher“. Aber so einfach dieses Umfrageergebnis zu prognostizieren ist, so schwierig ist es, in unserer volatilen und komplexen Welt verlässliche Prognosen und darauf gründende Pläne zu erstellen. Ein Plan ist zunächst nichts Anderes als eine im Grundsatz ausreichende Vorbereitung auf die anstehende Zukunft. Das heißt: Die Zukunft wird kommen – ob wir das wollen oder nicht. Und da wir wissen, was die Zukunft bringt, haben wir einen Plan. Und das ist eben falsch. Weil wir nicht mehr wissen können, was die Zukunft bringt. Und hier geht es – der Volatilität sei Dank – nicht um die ferne, sondern um die unmittelbare Zukunft.

Ein heute mit traditionellen Methoden agierendes, sehr erfolgreiches Bauunternehmen kann nicht wissen, ob nicht vielleicht in naher Zukunft die meisten Standardhäuser ganz einfach gedruckt werden. Der Plan könnte also sein, sich auf die großformatige, im Baugewerbe sehr großformatige 3-D-Druck-Technik einzulassen, was kostspielig, sehr kostspielig wäre. Die Prognose ist schwierig, was wiederum bedeutet, dass das Wagnis für das Unternehmen groß ist. Was wäre dann Plan B? Sich auf komplexe Bauten zu spezialisieren? Sich auf besondere Materialien zu verlegen? Welches Knowhow ist dazu notwendig? Will man das? Soll das der Plan sein? Unsicherheit pur!

Genauso in der Vergangenheit im umgekehrten Fall, also in destruktiver Hinsicht: Kaum ein Experte hatte die Prognose erstellt, dass das Kreditgeschäft implodieren würde; die sogenannte Immobilienblase. Oder: Im Juli 2014 wurden durch die EU-Staaten gegen Russland milliardenschwere Wirtschaftssanktionen erlassen; Russland verhängte im Gegenzug ein Einfuhrverbot für westliche Waren, vor allem für Lebensmittel. Welche Konsequenz das für osteuropäisch marktorientierte Unternehmen hatte und noch immer hat, liegt auf der Hand. Dass diese zeitlich befristeten Sanktionen immer wieder verlängert wurden und nun bis heute gelten: Wer konnte damit rechnen? Was nützt hier der bisher so gut funktionierende Plan?

Und wenn wir nun in Unternehmen blicken: Mit dieser in Vielfalt auftretender Unsicherheit muss sich jede Unternehmensführung konstruktiv im Voraus beschäftigen.

Nicht jede macht es.

Viele machen es nicht.

 

K – Die wicked problems in der komplexen Vuka-Welt

Komplexität und Volatilität hängen sehr eng zusammen. Das eine ist sozusagen ein Katalysator für das andere und auch umgekehrt. Doch der Kern der Komplexität ist nicht das Volatile, sondern viel mehr das einer Situation Innewohnende – mit oder ohne Dynamik. Das macht auch den Unterschied aus zur Kompliziertheit. Ein kompliziertes Problem kann eine mathematische Gleichung sein. Während ein Großteil der Menschheit an so manchen mathematischen Problemstellungen klassisch scheitern würde, so sind doch einige Menschen mit ihrem Wissen dazu in der Lage, auch schwierigste, und damit komplizierteste Fragestellungen zu berechnen und damit zu lösen. Sofern man auf diesem Gebiet ein Experte ist, ist dieses Gebiet in der Theorie beherrschbar. Der Kompliziertheit kann man mit Expertentum und dem entsprechenden Wissensmanagement beikommen.

Ganz anders ist das bei Komplexität: Eine Unmenge von verfügbaren Fakten über eine vorliegende Situation kann auch unter Einsatz aller möglichen Experten weder in der Theorie und schon gar nicht in der Praxis beherrscht werden. Ein tragisches Beispiel dazu ist die derzeit vorhandene Terrorlage in Europa. Die Anzahl der Anschläge ist ein trauriger Beleg dafür, dass es trotz größtem Aufwand nicht möglich ist, diese zu verhindern. Weitere Beispiele sind unser Klima, das Wetter, aber auch der Verlauf eines Fußball- oder Eishockeyspiels oder die Marktakzeptanz von neuen innovativen Produkten durch Kunden; oder allgemein die Etablierung von Produkten, wie zum Beispiel das Elektroauto; oder auch warum ein Song zum Hit wird und das dann auch noch auf einer Schallplatte.

Es ist immer möglich, durch Experten eine größtmögliche Wahrscheinlichkeit von weiteren Entwicklungen zu prognostizieren:

„Das wird definitiv ein Hit!“

Aber im Rahmen von wicked problems wird es aufgrund der Komplexität zu keiner kausalen und damit endgültigen Lösung – also einer mathematischen Formel gleich – kommen können.

„Wurde nun doch kein Hit!“

Das ist das sehr verbreitete Schicksal von vermeintlichen Innovationen.

Die oftmals bei soge- oder selbsternannten „Management-Vordenkern“ zu lesende oder hörende Losung, in einer komplexen Welt auf Pläne verzichten zu können, ist so absurd wie lächerlich: Fragen wir dazu militärische Führer oder auch Fußballtrainer.

Es ist nur wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass dieser eine Plan vielleicht nicht funktionieren wird; dass man einen zweiten Plan braucht – und vielleicht auch noch einen dritten. Ganz im Sinne von Bertold Brecht: „Ja, mach nur einen Plan; Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan – Geh’n tun sie beide nicht.“ (aus der Dreigroschenoper).

 

A – Herr Janus kauft ein Auto in der Vuka-Welt

Heute hatte er es abgeholt. Nicht ohne Stolz fuhr es durch die Straßen Berlins, durchaus ein paar Umwege in Kauf nehmend auf seinem Weg vom Händler zu sich nach Hause in die Garage. Es war ein gutes Gefühl. Den Wagen, also sein Auto geradezu lautlos unter sich zu spüren war irgendwie erhebend. Immerhin hatte er sich sehr lange Zeit gelassen mit der Entscheidung. Er hatte sich informiert, Fakten gesammelt und abgewägt: Hin und her und her und hin. Letztlich traf er die Entscheidung eher aus einem Impuls heraus: beim Kochen. Er schälte Zwiebel, seine Frau neben ihm schnitt Schinken in dünne Scheiben; es sollte eine Quiche werden. Und plötzlich hörte Herr Janus mehr zu sich selbst als zu seiner Frau sagen: „Ich kaufe es!“

„Du kaufst was?“ fragte seine Frau, weiter Schinken schneidend.

„Ich kaufe das Elektroauto!“

„Echt? Und wie kommst du da gerade jetzt darauf?“

„Ich weiß es nicht, aber ich denke, dass es das Richtige ist!“

„Naja, wir haben uns ja schon genügend darüber unterhalten. Ich bin nicht dagegen, denn irgendwas muss man unternehmen. Und innovativ ist schon auch. “

„Sicher wird davon die Umwelt nicht wesentlich entlastet, wenn sich die Familie Janus ein Elektroauto kauft. Aber andererseits ist das ein Anfang. Und wer weiß, vielleicht haben wir dadurch so eine kleine Signalwirkung in unserer Straße?!“ Herr Janus schaute auf und lächelte. Er lächelte und sah dabei seine Frau an. Sie lächelte und beide wussten, dass es eine gute Entscheidung war.

Jetzt stand Herr Janus vor seiner Garage, das Tor war offen und er blickte geradezu etwas selbstzufrieden auf seinen neuen Wagen. Insgeheim hoffte er darauf, von den Nachbarn gesehen zu werden. Nicht nur, dass er ein neues Auto hat: Vor allem, welches Auto er hat! Das sollten die Nachbarn schon sehen.

„Hallo Herr Nachbar! Na, haben Sie ein neues Auto?“

Na also. Herr Janus schmunzelte unsichtbar.

„In der Tat! Eben abgeholt!“

„Ist das etwa ein Elektroauto?“

„Ja, das ist es. Es ist leider sehr teuer, aber man tut damit ja der Umwelt was Gutes, nicht?“

„Das sicher, aber das mit den Reichweiten ist ja schon noch ein Problem. Und wo lade ich das Auto auf, wenn ich wo hinfahre? Die Stromtankstellen sind ja noch gar nicht so verbreitet, oder?“

„Ach doch, es gibt schon einige mittlerweile. Und es wird immer besser. Man muss vielleicht besser planen, aber der Umwelt zuliebe kann man das schon machen.“

„Naja, ich habe da aber auch schon was Anderes gehört.“

„Was meinen Sie damit?“

„Ja was ist denn das? Haben Sie sich etwa ein E-Auto zugelegt?“ Ein weiterer Nachbar war hinzugekommen. Gefolgt von dessen Frau.

„Ja, ich habe es eben abgeholt. Sie wissen ja: Man muss etwas für die Umwelt tun!“

„Ich sagte aber gerade schon, dass man auch was Anderes lesen kann.“

„Stimmt, habe ich auch schon gelesen. Das wird immer alles so positiv dargestellt. Bloß weil das Elektroauto keinen Auspuff hat, heißt es noch lange nicht, dass es der Umwelt nicht auch Schaden zufügt.“

„Was ich gehört habe, soll so ein E-Auto genau so viel CO² verursachen wie ein normales Auto. Sie wissen schon, was ich meine.“

„Ja, und dann die Kosten für so ein Auto! Aber Innovationen sind natürlich immer teuer am Anfang!“

„Was meinen Sie damit: genauso viel CO²?“

„Na das E muss ja irgendwo herkommen! Und so lange der Strom mit fossilen Brennstoffen hergestellt wird … das CO² wird dann eben schon vorher ausgestoßen. Aber da ist es trotzdem. In unserer Umwelt. Nur nicht eben hier beim Auto direkt. Aber es ist da.“

„Und das ist dann aber vom Umfang ganz ähnlich wie die Benziner oder Diesel, ja, hab ich auch gelesen.“

„Es geht ja auch um die Finanzierung der Straßen.“

„Um die Finanzierung der Straßen?“

„Wenn bei Elektroautos keine Mineralölsteuer anfällt – wer finanziert dann unsere Straßen, frage ich Sie!“

„Richtig! Aber es geht auch noch weiter: Zum Beispiel was den Bedarf an Lithium und Kobalt betrifft: Das wird auch recht eng, was ich gehört habe.“

„Lithium soll wohl nicht so das Problem sein. Aber Kobalt! Das könnte echt eng werden, in der Tat.“

„Die Abbaubedingungen, was man den Menschen dort antut, das ist ja auch so eine Sache!“

„Ohja. Da sagen Sie was. Wenn man da Dokus im Fernsehen sieht, wie Kinder bis aufs Blut geschunden werden. Das ist nicht zum Anschauen, ich schalte da immer um.“

„Weiß man eigentlich schon, wie man die Batterien von Elektroautos nachher sinnvoll entsorgen kann? Ich meine da mal gehört zu haben, dass es dazu eigentlich noch keine Lösung gibt.“

„Das ist dann so wie bei dem ganzen Atomzeugs. Das war mordsmäßig innovativ und man hat gehofft dann irgendwann eine Lösung zu finden. Und was ist bis heute? Gar nichts! Überhaupt nichts! Keiner weiß, wohin mit dem ganzen Dreck!“

„Ich habe mir vor drei Wochen wieder einen Diesel bestellt. Neueste Technik! Der Verkäufer meinte: Von der Ökobilanz her gesehen ist der besser als jedes E-Auto!“

„Das kann ich mir vorstellen! Ist ja auch bewährt! Und man kann das Auto nachher einwandfrei recyclen!“

„Das stimmt! Da muss man eben auch an die Umwelt nachher denken!“

„Da haben Sie Recht!“

„Ja, wir müssen dann wieder!“

„Ja, ich auch!“

„Tschüss, Herr Janus, war schön sich mit Ihnen zu unterhalten. Und allseits gute Fahrt!“

„Und immer genügend Steckdosen!“ Der erste Nachbar lacht.

„Ja, Tschüss!“

Herr Janus dreht sich um und schließt das Garagentor.

Willkommen Vuka-Welt!

Wie oben bereits erwähnt, ist der Vuka-Begriff aus den neunziger Jahren und somit nicht mehr neu. Nun aber nimmt er immer mehr an Fahrt auf: Alle benannten vier Faktoren treffen immer noch mehr zu. Und aus diesem Grund ist es so wichtig, sich damit zu beschäftigen. Die einfache Formel Vuka kann und sollte verwendet werden als Analyse-instrument. Es ergibt sehr viel Sinn, sich die vier Faktoren auf eine Situation bezogen vorzunehmen, um besser verstehen zu können. Ein Beispiel dafür ist: Sofern Sie in Unternehmen ein noch so erfolgreiches Produkt vertreiben; seien Sie sich dessen bewusst, dass es in der Vuka-Welt schneller vorbei sein kann, als man unvorbereitet reagieren kann. Oder dass Ihr Wissen plötzlich veraltet ist. Oder dass Ihnen wesentliche Mitarbeiter plötzlich abgeworben werden.

Und seien Sie vor allem auf der Hut, wenn Ihnen in einer Vuka-Welt einfache Lösungen präsentiert werden. Der Erfolg einer unsäglichen Partei wie der AfD ist hier ein Beispiel. Weiß man, dass man sich in einer Vuka-Welt befindet – und eine andere Welt haben wir (noch) nicht – dann weiß man auch, dass die Lösungen einer AfD völlig absurd und verrückt sind. Denken Sie sich in diesen Fällen „We are living in a Vuka Vuka World!“ Es ist wichtig. Denn wenn Sie so denken, dann wissen Sie auch, wie Sie die Situation richtig einschätzen und darauf konstruktiv reagieren können – auch wenn es nicht die eine Lösung gibt.

Es ist 2017! Und genau so sollten wir das neue Jahr 2017 angehen!

Ich wünsche Ihnen ein richtig gutes, gelingendes, mit vielen positiven Überraschungen, mit Innovationen, mit neuem Wissen gespicktes Jahr 2017! Vuka Vuka 17!!!